In diesem Blog geht es ausschließlich um Literatur oder, einfacher gesagt, um Bücher. Ihr findet hier Buchempfehlungen, meine Rezensionen zu Büchern und e-Books, die ich gelesen habe, und Hinweise auf Downloads von e-Books. Da ein Blog durch Kommentare am Leben gehalten wird, würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr diese Funktion fleißig nutzt.

Freitag, 24. März 2017

"Blutfährte" von Silvia Stolzenburg

"Blutfährte" ist der erste Thriller von Silvia Stolzenburg. Die Autorin ist vor allem für ihre historischen Romane und mittlerweile drei spannende Krimis bekannt, sowie für ihre akribische Recherche. Daher reizte es mich besonders, dieses Buch zu lesen, das im Umfeld der Bundeswehr spielt, einem ungewöhnlichen Thriller-Schauplatz. 

Das Cover mit den AUS-Schusslöchern sieht toll aus und verleitet dazu, das Buch in die Hand zu nehmen und darüber zu streichen. Dann liest man den Klappentext, blättert kurz - und will es ganz lesen. 

Schon der Prolog überrascht mit einer ungewöhnlichen Entwicklung der Handlung und warf einige Fragen auf. Wer? Wo? Und vor allem -  warum? Die Handlung springt ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm, wo Sanitätshauptfeldwebel Tim eine ungewöhnliche Beobachtung macht und die Flucht ergreift. Wir erfahren einige Details aus dem Privatleben von Oberleutnant Mark Becker, bevor der Feldjäger den Auftrag bekommt, den abgängigen Tim wieder aufzuspüren. Schon hier wird deutlich, dass die Bundeswehr eine Welt mit eigenen Regeln ist. Wenn ein ziviler Krankenpfleger nicht zur Arbeit erscheint, wird man kaum sofort nach ihm suchen. Als in einem Hotel eine Leiche gefunden wird, schaltet sich auch die Polizei in die Suche nach Tim ein. 

Interessant fand ich, über die Arbeit der Feldjäger und das Kompetenzgerangel mit der "richtigen" Polizei zu lesen. Lisa Schäfer als Gegenspielerin / Partnerin von Mark Becker wirkt mir zwar stellenweise etwas zu zickig und arrogant. Von ihr stammt auch der Ausdruck "WIR sind die RICHTIGE Polizei." Trotzdem finde ich das Verhältnis von Mark und Lisa spannend und voller Potential für die nächsten Teile. 

Silvia Stolzenburg legt nicht nur eine Blutfährte aus, sondern lässt den Leser bis zum Schluss im Dunklen tappen, um was die ganze Jagd sich eigentlich dreht. So konnte ich das Buch kaum weglegen, wollte doch endlich die Auflösung wissen - die dann in einem atemberaubenden Finale daherkommt. Trotz aller Spannung gibt es auch komische Momente. Besonders eine Szene aus Mark Beckers Privatleben ist ganz großes (Kopf-)Kino! Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall von Mark Becker und Lisa Schäfer. 


Fazit: Spannende Unterhaltung vom Feinsten - 5*****

Das Taschenbuch aus dem Gmeiner Verlag hat 343 Seiten und kostet 15 Euro.


"Unsere Seelen bei Nacht" von Kent Haruf

Addie und Louis sind Nachbarn in einer Kleinstadt in Colorado. Beide jenseits der 70, verwitwet und einsam. "Nachts ist es am schlimmsten", sagt Addie und macht Louis ein ungewöhnliches Angebot: Statt einsam nicht schlafen zu können, nebeneinander zu liegen, zu reden und eben nicht allein zu sein. Es geht dabei nicht um Sex, sondern um das Gefühl, jemanden neben sich zu wissen, wenn man einschläft. Aus diesem ungewöhnlichen Vorschlag entwickelt sich eine ebenso ungewöhnliche Beziehung. Interessant und erschreckend zugleich ist, wie das Umfeld der Beiden reagiert. Einige wenige stimmen ihnen zu, offene Ablehnung erfahren Addie und Louis ausgerechnet bei den Menschen, die ihnen am nächsten stehen, den eigenen Kindern.

Mich hat diese Geschichte sehr berührt. Niemand möchte im Alter allein sein, erst recht nicht, wenn man Jahrzehnte einen geliebten oder zumindest vertrauten Menschen neben sich wusste. Ich fand all die kleinen Dinge, die Addie und Louis gemeinsam taten und die weit über das nebeneinander einschlafen hinaus gingen, sehr schön. Die Geschichte nimmt mir tatsächlich ein bisschen die Angst vor dem Altwerden. Denn zumindest haben wir selbst es in der Hand, ob wir dann auch einsam sind oder nicht. Und dabei ist nur wichtig, dass es uns gut geht und nicht, was andere von uns denken.
Ein Buch, dass mich bewegt und nachdenklich zurücklässt.
Fazit: 5*****

Die gebundene Ausgabe aus dem Diogenes Verlag ist in Wirklichkeit ein Taschenbuch, weswegen ich den Preis von 20 Euro für 208 Seiten ziemlich teuer finde. 


Montag, 13. März 2017

"Das letzte Bild der Sara de Vos" von Dominic Smith

Sara de Vos ist der echten Sarah van Baalbergen nachempfunden, die im 17. Jahrhundert als erste Frau in die Haarlemer Lukasgilde der Maler aufgenommen wurde. Dem Autor gelang es, mich auf drei Zeitebenen zu fesseln. Abwechselnd versetzt er seine Leser in die Jahre 1637 bis 1648, 1958 und 2000. Die Verbindung zwischen den einzelnen Zeitebenen ist de Vos’ Gemälde »Am Saum eines Waldes«, seine Entstehung, seine Fälschung und ... mehr möchte ich hier nicht verraten. Obwohl ich sonst keine historischen Romane bevorzuge, hat mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen. Die handelnden Hauptpersonen Sarah und Ellie im 17. bzw. 20. Jahrhundert, die versuchen, sich in einer von Männern dominierten Welt zu behaupten und tief im Innern doch auf der Suche nach Liebe sind. Auch Marty, Ellies Gegenspieler, wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer, obwohl er, wie Ellie, einen schlimmen Fehler macht. Und ganz nebenbei erfahren wir etwas über das Leben im Holland des 17. Jahrhunderts, über seine Maler und das Malerhandwerk. Dominic Smith versteht es, die Handlung so bildhaft darzustellen, dass man sich mittendrin glaubt. Seine Beschreibung des Lichts und der Gerüche, die Unterschiede zwischen den einzelnen New Yorker Stadtvierteln, all das wurde vor meinem inneren Auge lebendig.

Und dann ist da noch die Tragik im Leben der Hauptpersonen. Sie alle haben ihre Sehnsüchte und alle müssen lernen, damit umzugehen, dass diese zum Teil unerfüllt bleiben. Auch Nebenfiguren wie Griet oder Cornelis werden liebenswert beschrieben und erwecken unser Mitleid um das, was sie verloren haben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist kein hochspannender Fälscherroman, sondern erzählt, was die Malerin, die Fälscherin, den Betrogenen usw. antreibt, so und nicht anders zu handeln. Ein Buch über Schuld und Reue, Hell und Dunkel, wie ein Gemälde. 

Das Cover ist wunderschön und passt zur Geschichte. Man glaubt, die Leinwand zu fühlen, wenn man darüber streicht. 


Fazit: 5*****

Das Hardcover mit Schutzumschlag ist im Ullstein Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet 20 Euro. Das E-Book ist für 16,99 Euro, das Hörbuch für 19,99 Euro erhältlich. 


Mittwoch, 8. März 2017

"Die Verseflüsterin" von Nicolas Fougerousse

Das wunderschöne Cover lädt zum Träumen ein: Der leicht bewölkte, luftige Himmel und ein handbeschriebenes Blatt Papier verheißen eine Geschichte voller Leichtigkeit und Poesie. 

Held der Geschichte ist Marcus, 38 Jahre, der zusammen mit seiner Frau Isabelle in Paris lebt. Isabelle ist glücklich, in der Bibliothek zu arbeiten, Marcus verdient im Büro einer IT-Firma in La Defènse gutes Geld. Aber glücklich ist er nicht und so beginnt er über sein Leben nachzudenken, als er eines Morgens einen Zettel mit einer kurzen Botschaft an seinem Auto findet: »Höre auf Deine Gefühle!«In kleinen Schritten beginnt Marcus sein Leben zu verändern, hört bewusst zu, was andere Menschen und sein Gefühl ihm sagen wollen. Ganz allmählich nehmen die glücklichen Momente zu, in denen sich Marcus leicht und unbeschwert fühlt. 

Wir Leser dürfen Marcus bei dieser Reise zu sich selbst Gesellschaft leisten. Für mich gab es beim Lesen viele Aha-Erlebnisse. Kleine Dinge, die sich auch in meinem Alltag umsetzen lassen und die Lebensqualität erhöhen. Die vielleicht nicht jedem gefallen, wie ich anderen Rezensionen entnehmen kann. Aber wer bewusster leben möchte, sich für Yoga interessiert, die Kommunikation mit seinen Mitmenschen verbessern möchte u.ä., wird sich in der Geschichte von Marcus wohlfühlen. Und dann ist da noch die Geschichte hinter der Geschichte. Der geheimnisvolle Angelo, der Marcus ein wichtiger Freund wird und auf eine ganz besondere Weise mit seinem Leben verbunden ist. Es geht um Schuld, Vergebung und letztendlich Liebe. Darauf läuft alles hinaus, wenn man es richtig macht. In der Geschichte erhält Marcus ein Buch, das tatsächlich existiert und das ich gern als Nächstes lesen möchte: »Die vier Versprechen. Ein Weisheitsbuch der Tolteken« von Don Miguel Ruiz.

Den Titel finde ich ein wenig irreführend. Zusammen mit dem Klappentext weckt dieser Titel die Erwartung, dass die »geflüsterten Verse« die geheimen Botschaften sind, die Marcus erhält. Den französischen Titel übersetzte ich mit »Der/Die Gedichte schrieb, um die Berge zu bezwingen«, und dieser bekommt im Laufe der Geschichte eine völlig andere Bedeutung. Dies und ein paar wenige sprachliche Fehler sind aber die einzige Kritik am Buch und schmälern seine Kraft und Bedeutung in keiner Weise. 

Fazit: Für mich das richtige Buch zur rechten Zeit: 5*****

"Die Verseflüsterin" ist als Hardcover mit Schutzumschlag im Libra Verlag erschienen, hat 232 Seiten und kostet 18,90 Euro. Ein E-Book ist, soweit ich weiß, noch nicht erschienen.


Sonntag, 26. Februar 2017

"Schlaflied" von Cilla und Rolf Börjlind

»Schlaf, du kleines Weidenkind, denn es ist noch Winter ...« Dieses rührende alte Schlaflied singt ein Junkiemädchen für ein Flüchtlingsmädchen aus Nigeria. Zwei Gestrandete, die am Straßenrand in Stockholm aufeinander treffen und sich aneinander klammern, um nicht unterzugehen. Muriel hilft Folami und findet dadurch zurück zu sich selbst. Das klingt erst einmal überhaupt nicht nach Krimi, ist aber der für mich berührenste Seitenstrang dieses Buches, und zudem geschickt mit der Haupthandlung verwoben. Die hat es in sich. Es geht um tote Kinder, vorsätzlich ermordet. Die Spur führt von Schweden nach Rumänien und wieder zurück. Es klingt so unglaublich, was im modernen Europa, in der Europäischen Union, möglich ist und tagtäglich passiert. Auf was für Ideen Menschen kommen und wie andere gezwungen sind, dahin zu vegetieren. Trotzdem kommt dieses Buch ohne vordergründig bis ins Detail beschrieben Splatter-Grausamkeiten aus. Trotzdem geht das, was hier beschrieben wird, zeitweise bis an die Grenze des Erträglichen.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, nach dem es drei Monate zurückgeht und dann in mehreren Handlungssträngen weiter. Dass »Schlaflied« bereits der vierte Teil einer Krimireihe ist, wurde mir erst am Ende beim Lesen des Hinterklappentextes klar. Das heißt, man muss die drei Vorgänger nicht gelesen haben, um von diesem hochaktuellen Krimi gefangen genommen zu werden. Geschickt schafft es das Autorenduo, übliche Klischees zu vermeide. Die Figuren haben alle ihre Ecken und Kanten. Die Guten haben ihre schlechten Seiten und die wirklich abgrundtief Bösen zeigen zumindest zeitweise sogar so etwas wie Reue und Menschlichkeit. Um danach weiter Böses zu tun. Gerade darin liegt für mich die Faszination dieses Krimis. Es gibt kein Schwarz-Weiß, sondern nur mehr oder weniger gelungene Bemühungen, das Grau in Weiß oder eben in Schwarz zu verwandeln. Sowohl die Flüchtlinge als auch die Schweden werden differenziert betrachtet.


Trotz mehrerer parallel verlaufender Handlungsstränge gelingt es mühelos, dem Geschehen zu folgen. Als Leser dürfen wir immer wieder auch an den Gedanken der agierenden Personen teilhaben, wodurch ihre Motive und Handlungen klarer werden. Selbst Zufälle, die nahezu unglaublich scheinen, werden im Laufe der Geschichte logisch erklärt. So wie überhaupt alles irgendwie zusammenhängt. Das ist für mich eine der versteckten Grundaussagen dieses Krimis: Wir leben alle in einer Welt, auch wenn die Art, wie wir es tun, unterschiedlicher kaum sein kann. Und eine andere: Das Böse entsteht nicht erst, wenn diese Unterschiede aufeinander prallen. Es ist schon da und lauert nur darauf, seinen Vorteil aus allem zu ziehen.

Fazit: Ein empfehlenswertes Buch. Spannend, berührend und aufwühlend zugleich. 5*****

Das Taschenbuch ist im btb Verlag erschienen, hat 576 Seiten und koste 15 Euro. Das E-Book ist für 11,99 Euro erhältlich.


"Der Mann, der Luft zum Frühstück aß" von Radek Knapp

Wer kommt schon auf die Idee, seinen Sohn nach einem Beruhigungsmittel zu nennen? Walerians Mutter. Ihr verdankt er diesen ungewöhnlichen Vornamen. Ebenso, dass er die ersten elf Jahre seines Lebens bei den Großeltern in Polen aufwuchs, um danach von seiner merkwürdigen Mutter nach Wien entführt zu werden. Hier versucht der Junge, irgendwie klar zu kommen. Er lernt langsam Deutsch, weil seine Wiener Mitschüler auf der Sonderschule so langsam reden, dass ihm Zeit bleibt, jedes Wort im Wörterbuch nachzuschlagen. An der Handelsakademie perfektioniert er das Schulschwänzen und begegnet dem Leben täglich aufs Neue voller Staunen und Hoffnung. Wo andere klagen würden, erkennt Walerian für sich etwas Positives. So hat der junge naive Held ständig das Gefühl, sein Leben würde sich zum Besseren wenden, was es letztendlich auch tut. Jede Verbesserung nimmt er staunend und dankbar an. Darin liegt für mich der Zauber dieses Buches. Das Glück der kleinen Dinge erkennen wie ein Kind. Und wenn es nur der faszinierend schnell wachsende Schimmelfleck an der Wand ist. Lebten alle Menschen so, gäbe es mehr Freude in der Welt. 

Dieser Roman des polnischen Autors Radek Knapp trägt zumindest teilweise autobiografische Züge. Wie Walerian wuchs der Schriftsteller zunächst bei den Großeltern auf, bevor er mit 12 Jahren zu seiner Mutter nach Wien kam und dort u.a. auch die Handelsakademie besuchte.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es lässt sich gut lesen, neben der Handlung erfahren wir viel über Walerians Gedankenwelt. Die ist keinesfalls langweilig, sondern macht, dass einem beim Lesen warm ums Herz wird. Was es mit dem seltsamen langen Titel des Buches auf sich hat, erfahren wir im Laufe der Erzählung. 

Fazit: Ein schönes, Herz wärmendes Buch. 5*****

Das Hardcover mit Schutzumschlag ist im Deuticke-Verlag erschienen, hat 128 Seiten und kostet 16 Euro (Und ist jeden Euro davon wert!). Das E-Book ist für 11,99 Euro erhältlich.



Samstag, 4. Februar 2017

"Die Kanzlerin" von Linda Behringer

Angelika Mörkel, Deutschlands Bundeskanzlerin in diesem Buch, soll gemeinsam mit ihrem Ehemann heimlich Geld in die Schweiz geschafft haben, um Steuern zu unterschlagen. Diese Nachricht ist für die Presse ein gefundenes Fressen und der Skandal des Jahres. Mörkels Vertrauter rät ihr, unterzutauchen, und bringt Mörkel inkognito bei seinem ( ihm fremd gewordenen) Sohn in einer Berliner WG unter. Dieses Szenario erschien mir extrem unglaubwürdig, ist aber der Aufhänger für den weiteren Verlauf der Handlung. Während offiziell behauptet wird, die Kanzlerin sei krank, beginnt eine Hetzjagd der Journalisten, die ihren wahren Aufenthaltsort ausfindig machen und eine Stellungnahme von ihr haben wollen.
Ich gebe zu, beim Anblick des Covers war ich skeptisch. Diese Zitronenpresse, die es tatsächlich zu kaufen gibt, trifft nämlich gar nicht meinen Humor. Aber der Klappentext des Buches las sich gut, also gab ich der 172 Seiten langen Geschichte eine Chance und wurde nicht enttäuscht. Das Buch liest sich locker weg, was zum Einen am Erzählstil liegt, der sehr gut zum Genre passt, zum Anderen an den präzisen Hinweisen auf den nächsten Ortswechsel zu Beginn eines neuen Kapitels. Die vielen unterschiedlichen Charaktere haben alle ihre teils schrulligen Eigenarten und sind sehr gut unterscheidbar. Manche Szenen sind zwar etwas sehr skurril, z.B. die Kanzlerin in der Abstellkammer versteckt, aber wenn man sich auf diesen Humor einlässt, erkennt man fast so etwas wie eine Botschaft in dem Buch - Kanzlerinnen sind auch nur Menschen! So erleben wir Angelika Mörkel im Jogginganzug am WG-Tisch, als Ersatzkrankenpflegerin des griesgrämigen Nachbarn, in Erinnerungen schwelgend an die erste, total verliebte Zeit mit ihrem Ehemann usw. Ganz nebenbei kommen die Menschen in ihrem Umfeld ihr und sich gegenseitig (wieder) näher, was beim Lesen ein nettes, zufriedenes Gefühl erzeugt. Das große Finale ist filmreif, und spätestens da kam mir der Gedanke, dass das Buch wirklich eine prima Vorlage für einen Film wäre. Sicher ist manche Idee sehr weit hergeholt, aber wer von uns weiß denn, was hinter den Gardinen im Hause Kanzlerin wirklich los ist? Oder in ihrem Kopf? 
Es gibt einige Anspielungen auf aktuelle und vergangene Ereignisse. Politik und Presse kommen dabei nicht so gut weg, aber wir Deutschen wollen bei allem Humor ja auch immer etwas haben, auf das wir schimpfen können. 
Fazit: Nette, humorvolle Story. 4****
Das Taschenbuch ist als Book on Demand erschienen, hat 172 Seiten und kostet 9,99 Euro. Das E-Book ist für 6,99 Euro erhältlich.